SUBJEKT & WÜRDE
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BEGEGNUNGSRAUM
- Mai 2026
SUBJEKT & WÜRDE
DE/Lebensgemeinschaft/NORDRHEIN-WESTFALEN
WINTERFELD DER ENTFALTUNG
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Bertrand Stern](https://progenia.ch/user/bertrand)
[OASEN ORTE UND RÄUME
KRAFTORTE UND WERKSTÄTTEN
Zellen der Geborgenheit
Kompetenzzentren
Tempel der Feierlichkeit und
Gasfreundschaft](https://progenia.ch/wiki-oasen/)
SUBJEKT & WÜRDE
Saat der Freiheit – Frei sich bilden
EIN BEGEGNUNGSRAUM
MIT Bertrand Stern
Freitag–Montag
22/05/2026–25/05/2026
09:00–16:00
WINTERFELD DER ENTFALTUNG
€ 35 FÜR DAS WOCHENENDE; ZIMMERPREISE AUF ANFRAGE
ORGANISIERT
VON ALEXANDRA FÄRBER
E-MAIL KONTAKT
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50 JAHRE ZIVILISATIONSKRITIK
Bertrand Stern gehört zu den prägenden deutschsprachigen Bildungs- und Schulkritikern der vergangenen Jahrzehnte.
Als Publizist, Referent und zivilisationskritischer Denker setzt er sich seit mehr als fünf Jahrzehnten mit der Frage auseinander, was es für jeden selbstbestimmten Menschen bedeutet, frei sich bilden zu können – jenseits von Anpassungsdruck, Schulgebäudeanwesenheitszwang und pädagogischer Bevormundung.
Im Mittelpunkt seines Denkens steht die Würde des Menschen als Subjekt: Bildung versteht er nicht als Formung durch Institutionen, sondern als freien, individuellen Prozess.
Sein eigener Lebensweg war dabei selbst Ausdruck dieser Haltung. Statt einer klassischen Schullaufbahn ermöglichten ihm seine Eltern eine freie und kreative Entwicklung. Prägend wurden frühe Erfahrungen im „Closlieu“ von Arno Stern in Paris, ebenso Musik, Bewegung und intensive kulturelle Begegnungen in verschiedenen europäischen Ländern. Daraus entwickelte sich ein mehrsprachiger, unabhängiger Zugang zu Bildung und Kultur, der sein späteres Wirken entscheidend beeinflusste.
Bekannt wurde er insbesondere durch seine konsequente Kritik an Schule und Erziehung. Bereits in den 1970er- und 1980er-Jahren initiierte er an der Volkshochschule Köln vielbeachtete Seminarreihen wie „Ist unsere Zivilisation noch zu verantworten?“ oder „Erziehung? Nein danke!“. Seine Arbeit bewegte sich dabei stets zwischen Bildungsphilosophie, Kinderrechtsbewegung und gesellschaftlicher Kritik.
Als Autor veröffentlichte er zahlreiche Bücher und Beiträge zur Bildungsfreiheit und zur Kritik institutionalisierter Erziehung. Zu seinen bekanntesten Werken zählen
- Schluß mit Schule! – das Menschenrecht, sich frei zu bilden (2006),
- Vom Glück des Nichtstuns – Muße statt Pädagogik (2010),
- Frei sich bilden – Entschulende Perspektiven (2015) sowie
- Saat der Freiheit (2016), eine visionäre Reflexion über eine Gesellschaft jenseits der Beschulungsideologie.
In seinem späteren Buch Gabriel – Vom Entdecken eines glücklich befreiten Lebens verdichtet sich seine jahrzehntelange zivilisationskritische Auseinandersetzung zu einer persönlichen und philosophischen Betrachtung über Freiheit, Menschlichkeit und Selbstentfaltung.
Neben seiner publizistischen Tätigkeit war er als Dozent, Seminarleiter und Initiator zahlreicher Bildungs- und Kinderrechtsprojekte aktiv, unter anderem an der Universität Kassel sowie seit 2021 als Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der „Alternativen Universität von Kolumbien“ in Bogotá.
Trotz seines internationalen Wirkens blieb für ihn stets die unmittelbare Begegnung mit Menschen zentral: Bildung entsteht für ihn nicht durch Belehrung, sondern durch lebendige Erfahrung, Dialog und Vertrauen in die Fähigkeit des Menschen, frei sich zu bilden.
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